Wie edeXa mehr Sicherheit und Transparenz in den internationalen Handel bringt

Wie edeXa mehr Sicherheit und Transparenz in den internationalen Handel bringt

Veröffentlicht am:05.11.2019

In Zeiten maximaler Globalisierung wird das Dokumentenakkreditiv regelmässig von Unternehmen verwendet, um internationale Einkäufe und Verkäufe durchzuführen. Es gilt als sehr zuverlässiges Zahlungsinstrument, da es vor allem das Risiko mit neuen Handelspartnern minimiert. Dieses minimierte Risiko hat allerdings auch seinen Preis – nicht nur in Form von monetären Belangen, sondern auch einige Umstände und (zu) viele verschiedenen involvierte Parteien.

Ein Akkreditiv ist eine Zusage einer Bank, eine übliche Bankdienstleistung, wie z.B. Zahlung oder Rechnung, einem Dritten für das Konto eines Kunden zur Verfügung zu stellen, in der Regel unter Beteiligung einer anderen Bank, vorbehaltlich der Erfüllung bestimmter Bedingungen und innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Der Verkäufer hat durch dieses Handelsinstrument die Sicherheit, dass die Zahlung für die Warenlieferung stattfindet. Der Käufer hingegen, dass die Warenlieferungen und die Zahlung nur bei Einhalten der gesamten Vertragsvereinbarungen stattfinden. Der Dokumentenakkreditiv-Prozess wird im folgenden erläutert:

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Ein Importeur und Exporteur schliessen einen Geschäftsvertrag ab (1). Die finanzielle Vereinbarung wird in einer Rechnung zusammengefasst, worin Menge, Liefertermin und Preis angegeben wird (2). Der Importeur übermittelt zur Überprüfung seiner Bank die finanzielle Vereinbarung (3). Die Bank nimmt Kontakt zu einer Korrespondenzbank auf (4), welche wiederum einen Kontakt zu dem Exporteur aufbaut (5). Die Exportbank übergibt dem Exporteur die Finanzierungsdaten (6) und der Exporteur kann mit der Warensendung beginnen (7). Von einem externen Unternehmen werden Rechnung und Ware miteinander auf Übereinstimmung geprüft (8). Die Ware wird von Land A nach Land B transportiert und von den jeweils zuständigen Zollbehörden inspiziert (9). Schlussendlich wird die Ware an den Importeur übergeben (10) und die Importbank veranlasst die Zahlung an die Exportbank über eine Korrespondenzbank (11, 12).

Es ist nun offensichtlich, dass ein derartiger 11-Schritte-Prozess auch einiges an Transaktionskosten mit sich bringt und minimum sieben bis zehn Arbeitstage benötigt. Die Blockchain Technologie kann mithilfe von Smart Contracts den Prozess auf einen Bruchteil der Zeit und Kosten reduzieren. Sämtliche Dokumente können anhand eines Smart Contracts dargestellt und somit für alle teilnehmenden Parteien gleichzeitig Zugang gewährt werden. Der Importeur und Exporteur signieren die Dokumente digital und sobald der Importeur den Erhalt der Ware in vereinbarter Form erhält, gibt er die Zahlung per Knopfdruck frei. Das längste in diesem Prozess ist dann am Ende die Lieferung selbst, die restlichen Schritte können theoretisch innerhalb weniger Stunden durchgeführt werden. Dies erspart sowohl den Banken als auch dem Importeur und Exporteur Zeit und Geld.

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Die edeXa Business Blockchain kann als transparentes, dezentrales Basis-Netzwerk für alle teilnehmenden Parteien dienen. Es kann stets jeder Schritt von jeder Partei im Netzwerk überprüft werden. Dies hat zur Folge, dass das Risiko an jeder Schnittstelle minimiert werden kann sowie die Korrespondenzbank als Vertrauens-Intermediär überflüssig wird, was wieder Zeit und Kosten einspart. Durch die Automatisierung kann ebenso die Effizienz sowie die Transparenz für Rechtsvorschriften (AML) erhöht werden.

Abschliessend kann erkannt werden, dass die Blockchain besonders wichtig für den internationalen Handel ist. Prozesse bisher sind langatmig, umständlich und teuer für alle Parteien. Die Blockchain hat hier das Potenzial Sicherheit, Transparenz und insbesondere Effizienz zu maximieren und so einen wertvollen Beitrag zur allgemeinen Wirtschaftsförderung beizutragen.

 

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